Ganzjahresmaskenball und der Boom unserer Kirche in der Pandemie

 

 

Liebe Geschwister im Glauben!

Was schon im März letzten Jahres Blinden beim Tasten durch die Getränkeregale der Supermärkte im Bierbereich auffiel, nämlich verdächtige Lücken neben Radler und Alkoholfreiem, setzte sich auch im Pasta- und Klopapierareal fort. Der auffällige Klopapiermangel der die Verschwörungstheorien von Pastarezepten mit Klopapier begründete, klärte sich spät durch Martin Moders Outing. Er brennt Schnaps daraus, was wieder eine Erklärung für die vollen Wodkastellagen liefert. Die Augenklappenproduzenten werden es ihm danken, beim Klabautermann, das Weltklima wegen der steigenden Piratenzahl auch. Die Messwerte lassen Optimismus aufkommen.

Die Versorgung der Haushalte mit allen Ingredientien und Utensilien für das rituelle Mahl produzierte Kultpraktiken, die in unsererer Kirche vorher nicht üblich waren. Aus der Synthese von Spiritismus mit Amateurfunk entwickelte sich die Zoomnudelmesse, deren Teilnehmerzahlen selbst Billy Graham vor Neid zum Erblassen gebracht hätten (Hier ist nicht der Umgang mit dem Nachlass des hundertjährig 2018 über die Planke Gegangenen gemeint).

 

Bei einigem Perfektionismus sollten auch in den virtuellen Messen die Tische tanzen und nicht nur wir auf ihnen. Das erfreute Arrh… beim Auftauchen eines Zoommessbesuchers fällt in diesem Medium schon häufiger als in den ambitioniertesten spiritistischen Seancen. Amateurfunkersitzungen lassen sich, wenn bier- und pastabegleitet nur an den etwas differenten Kommunikationsgeräten von Zoomnudelmessen unterscheiden.

Die früher Vielen viel zu kurze, mit Fasnacht, Fasching oder Karneval bezeichnete Jahreszeit erstreckt sich heuer, bedingt durch eine politische Weltverschwörung über das ganze Jahr. Im Sinn der Gendergerechtigkeit betrifft die Maskenpflicht aber nicht wie bei Redouten nur das weibliche Geschlecht sondern die gesamte erwachsene Bevölkerung. Als die rasche Ausbreitung unserer Religion durch die stolz auf den Masken gezeigten Pastafarisymbole -versehentlich am Mundwinkel klebende Nudeln, wie z. B. bei Loriot, zähle ich nicht dazu- unübersehbar wurde, reagierten die Staatenlenker restriktiv-sadistisch mit der Verordnung einfacher schmuckloser Masken. Ob das Darübertragen unserer Symbole der Regelung ein Schnippchen schlägt, werd ich austesten.

 

dezentes Monstersymbol auf FFP2
weniger dezentes Monstersymbol lässt FFP2 hervorblitzen
FFP2 total verdeckt

Für das Dilemma, dass selbst die strengsten Gesetzgeber für Onlinemessen nicht einmal aus ästhetischen Gründen Masken vorschreiben, müssen wir noch eine Lösung finden. Vielleicht werd ich dazu in der Scharia fündig. Analogmessen sind demnächst mit Masken- und Abstandsregel für unsere schrumpfende Konkurrenz zwar wieder zugelassen, unsere Kirchen, wie Osterien und Pizzerien bleiben aber fieserweise weiter downgelockt.
Da unsere Gottesdienste also doch weitgehend online und maskenfrei zelebriert werden, sollten wir vom uniformen Auftreten Abstand nehmen und neben Nudelsieben und Piratentracht auch die Berufskleidung der Freibeuter, Bukanier, Seeräuber, Korsaren, Flibustier und Kaperfahrer aller Geschlechter zulassen um so unsere Vielfalt in der Isolation zu beweisen.
In der Öffentlichkeit demonstrieren wir zumindest im Freien durch unsere individuellen Masken unser Zugehörigkeitsgefühl zur schnell wachsenden heiteren Religion und Das ganzjährig.

R’amen

Euer Hugo

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