Avers

 

Vorschlag Revers

Dass Nobelpreise oft nach Gutdünken eines korrupten Klüngels vergeben werden, ist ein alter Hut. Der Mann, der uneigennützig leicht verspätet die US-Truppen aus Syrien zurückzog, ist wohl das beste Beispiel dafür. Der Friedensnobelpreis war ihm ohnehin so gut wie sicher. Nur einer Intrige unerhörten Ausmaßes ist es zu verdanken, dass Donald T. heuer daran scheiterte. Von politischen Gegnern eingeschleuste Graphologen hatten seine handschriftlichen Notizen in seinem Lieblingstaschenkalender korrumpiert und sein Twitterkonto ebenfalls präpariert, so dass er den Truppenabzug zwei Wochen zu spät anordnete und in seiner unermesslichen Weisheit den Frieden an der syrischen Nordgrenze durch unaussprechliche Drohungen sicherte. Dazu fällt mir als Kommentar nur Peter Handkes Text aus „Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten“ ein.

Dass er einem Beinaheanalphabeten gegenüberstand war sogar seiner überragenden Intelligenz entgangen. Seine wissenschaftlichen Berater aus dem Bible-Belt hatten ihn in seinem Vertrauen in diesen Natopartner bestärkt. Immerhin hatte der gar nicht mehr so neue Sultan aller Osmanen in einer für Donald vorbildlichen Art und Weise Darwins Lehren aus den Schulbüchern des werdenden türkischen Großreiches verbannt und damit westliche Kreationisten um Längen überholt. Auch einem Genie kann die Verwechslung von Evolution mit Kreation unterlaufen.
Die negative Einschätzung einer wild pubertierenden Schwedin teilt Donald ebenfalls mit seinem Bruder im Geiste, übersieht allerdings, dass sie als Piratin unter dem besonderen Schutz des FSM, es sei dafür gepriesen, steht.

 

 

Unabhängig davon hätte der schon mit seinem faszinierenden Teint über allen rassischen Einordnung stehende Friedenspräsident den Preis genau so verdient, wie einige seiner Vorgänger, deren weidmännische Strecke an Demokratie- und Friedensfeinden um Einiges größer ist.

Das ist aber nicht der eigentliche Anlass meines Ärgers, liebe Geschwister im Monster. Nach bald 120 Jahren hat es das Nobelpreiskommitee noch immer nicht der Mühe wert gefunden, die Krone aller Wissenschaft, nämlich die Theologie mit einem Preis zu bedenken. Auch in diesem Blog wurde das schmerzliche Desiderat, das durch Kanonisation nur mangelhaft ersetzt wird, schon angesprochen.
Gerade heuer erregte die gefährliche Expedition unseres unermüdlichen Feldethanologen, Vater Michael, nicht nur in Pastafarikreisen erhebliches Aufsehen. Hatte er doch die Metropole des südlichsten preussischen Bundeslandes, nördlich unserer inzwischen gut erforschten Heimat gelegen, zum Hochfest möglicherweise pastafarischen Brauchtums bereist. Ein Vorbericht erschien bereits in diesem Blog. Die umfangreiche Monographie wird von der theologischen Fakultät sehnlichst erwartet. Der Forschungsreisende hatte sich in Vorausexpeditionen, die er penibel publizierte und langen Fachdiskussionen mit dem Entdecker des Biervulkans auf das riskante Unternehmen vorbereitet.

 

im Schatten des Biervulkans nimmt der Forscher Blickkontakt mit dem Monster auf

 

ins Fachgespräch mit dem Entdecker des Vulkanbiers vertieft

Als kleines Versöhnungsgeschenk erwarten wir Pastafari vom Nobelkomittee eine Umgestaltung der Reversseite der Medaille in ein schlichtes Abbild des FSM um an seine ständige inspirierende Anwesenheit zu erinnern.

Ramen!

Euer Hugo