Ramen! Sepp Rothwangl liefert eine Hypothese für den Ursprung dieses Brauches:

Wie es dazu kam, dass der 1. April zum Tag für besondere Scherze wurde, ist bislang umstritten. Gesichert ist, dass schon im Volksglauben der Antike der 1. April ein Unglückstag war. Er kann als Unglückstag speziell auch bei der Gregorianischen Kalenderreform eine Rolle gespielt haben, weil um 1600 erstmal die Redensart „in den April schicken“ aufkam. 

Seit dem Konzil von Nicäa gilt ja der 21. März als Datum des Frühlingsbeginns im Julianischen, aber auch im Gregorianischen Kalender der Christen bis heute, was für die Bestimmung des Osterfestes bestimmend ist. Der tatsächliche astronomische Frühlingsbeginn drohte aber im vom kosmischen Himmelslauf abweichenden Julianischen Kalender nach dem Jahr 1600 bereits um 11 Tage verschoben aufzutreten, also erst am 1 April. Um den tatsächlichen Frühlingsbeginn also nicht auf diesen schon seit der Antike bekannten Unglückstag (1. April) zu haben, wurden 10 Tage aus bei der Gregorianischen Reform von 1582 gestrichen, damit der Frühlingsbeginn wieder auf den 21. März, wie bei Konzil von Nicäa im Jahr 325 fällt. Der Julianische Kalender hat also ab dem 17. Jh. den Frühlingsbeginn „in den April geschickt“. Doch auch der Gregorianische Kalender ist nicht konform mit dem kosmischen Himmelslauf, denn der astronomische Frühling beginnt gegen Ende dieses Jahrhunderts bereits am 19. März der fehlerhaften Zeitrechnung, und das richtige Ostern wäre heuer schon am 24. März gewesen.