Gefängniszelle der Barbara von Nikomedien

Eine gewisse Barbara von Nikomedien begründete das Brauchtum der sogenannten »Barbara-Zweige«, ein (vorgebliches) Wunder, das jeder zuhause nachbauen kann. Neue Entwicklungen in der Biologie zeigten allerdings, dass das Phänomen der »Barbara-Zweige« eine rein weltliche Erklärung hat.

Die Geschädigten wurden über hunderte Jahre mit den Wundergeschichten gelockt, eine der weitverzweigten Filialen ihrer Firma aufzusuchen, wo sie regelmäßig Geld abgeben mussten. Einst nur in barer Münze in durchgereichten Sammelkörben, mittlerweile jedoch auch schon mit SEPA-Einzugsermächtigung.

Als der Betrug bekannt wurde, gab es große Unruhen, vor allem in der ländlichen Bevölkerung. Zu deren Freude konnte die mutmaßliche Betrügerin jedoch gefasst werden, als sie gerade ihren Flucht-Heißluftballon vorbefüllte.

Bis zum Verfahren wird sie in einer Freiluftzelle in der Nähe der Vulkan-Brauerei in U-Haft festgehalten. Wegen der spätsommerlich niedrigen Temperaturen wurde ihr eine Heizkerze zur Verfügung gestellt. Sie erhält regelmäßig Besuch von ihren ehemaligen Fans. Die Polizei hofft, dass die Gitter stabil genug sind, um gewalttätige Fanatiker von ihr fernzuhalten.