WW1

Vor hundert Jahren ging der Erste Weltkrieg zu Ende.

Zeitgenossen nannten ihn den „Großen Krieg“ und den „Krieg, der alle Kriege beendet“. Wir wissen mittlerweile alle, dass beides nur Werbelügen waren. Denn im Kapitalismus geht es immer noch ein bisserl größer. Immer noch ein bisserl effizienter. Und Kriegmachen lohnt sich im kapitalistischen Sinn. Krieg ist wirklich gutes Geschäft.

An der Front mit dabei, wie in jedem Krieg: Religionen aller Konfessionen. Oben auf dem Foto seht ihr einen jüdischen Feldgottesdienst. Von muslimischen oder christlichen aller Variationen kaum zu unterscheiden. Hoffen auf Frieden inmitten von Tod und Zerstörung. Hoffen auf ein Überleben – entgegen jeder Wahrscheinlichkeit.

Nutzen wir die Gedenktage dieser Woche zu hoffen, dass uns Pastafari und alle friedfertigen Menschen dieser Welt irgendwann der Knopf aufgeht und wir begreifen, dass man anderen Leuten nicht den Schädel einschlagen muss, um Recht zu behalten. Dass Nationalstolz und der Glaube an „den richtigen Gott“, an „die richtige Hautfarbe“ sinnleere Konstrukte und künstliche Identitäten sind.

Wir sind alle gleich und behütet von streichelweichen, nudeligen Anhängseln. Es lohnt sich nicht zu kämpfen. Kocht Nudeln und vertragt euch gefälligst!

 

Titelbild: © Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek: „Albumo pri germanaj militkaptitejoj: Internacia Bulteno, Aldono“ – Autor anonym