Freunde, Römer, (Mitbürger)!

Lasset mich verkünden: Der Pastafarische Verein zur Pflege der Gedanken an das Fliegende Spaghettimonster Österreich, i. e. Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters IN SPE (!) hat sich am 30. November im Jahr der Nudel 2018 zu Wien versammelt:

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Mit Heiligen Speisen und noch Heiligeren Getränken haben wir im altehrwürdigen Café Westend unseres Obersten, Schwebenden Getieres eingedacht, wir haben Seine Fleischbällchen hochleben lassen und auch einige Dinge besprochen, dergestalt wohlfeil die Vergangenheit mit der Zukunft verknüpft

  1. Vergangenes:

  • Unser MC, Bruder Niko hat uns noch einmal vom vergangenen Anerkennungsverfahren und der Stellungnahme des Richters gekündet und wir haben kollektiv gejammert, jedoch uns gleich darauf für den nächsten Schritt Mut angetrunken: Geschwister, WIR GEBEN NICHT AUF! Diese Schlacht haben wir verloren, doch es werden noch weitere folgen, und wir sind zuversichtlich, dass früher oder später unsere Anerkennung als Glaubensgemeinschaft erfolgen wird.
  • Dann hat uns Bruder Niko noch von einer weiteren Gerichtsverhandlung erzählt, bei der er als Zeuge einvernommen wurde, nämlich das Führerschein-Foto-Verfahren von Bruder Wolfgang (der leider nicht zur Hauptversammlung erscheinen konnte, um uns persönlich davon zu erzählen).
  • Vater Michael kündete danach vom Epic Rap Battle zwischen dem ARG und den Pastafari, und wie kultiviert und gebildet die Debatte von statten ging.
  • Schließlich erstattete Bruder Niko Bericht über eine Einladung der Vereinigungskirche, die zu einem interkonfessionellen Dialog aufgerufen hatte, und er die Gelegenheit ergriff, unsere Glaubenssätze und den steinigen Weg zur Anerkennung vor großem, interessierten Publikum vorzustellen.
  • Unser OM, Bruder Philip, dankte daraufhin huldvoll dem Heiligen Spaghettimonster für Seine stets Liebevollen Anhängsel und dieses ereignisreiche Jahr und bat feierlich um ein etwas erfolgreicheres 2019, worauf in unserer Mitte sich der Geist der Lebendigen Nudligkeit herabsenkte und uns mit neuem Tatendrang beseelte.

2. Zukünftiges:

  • Vater Michael und meine Wenigkeit, Schwester Gaby trugen unter die Gläubigen die Frohbotschaft dieses wunderbaren Kirchenblogs und baten die Versammelten, im kommenden Jahr doch eifrig auf dieser Seite das Wort des Wahren Glaubens zu verbreiten und hochintelligente Fragen zu stellen und Debatten vom Zaun zu brechen: Kostet die Fleischbällchen, denn sie sind schmackhaft geraten!
  • Bruder Roland verkündete daraufhin im allgemeinen, digitalen Aufbruch, er wolle hinkünftig eifriger unseren Twitter-Account zur Verbreitung des Wahren Glaubens nutzen, um den um sich greifenden Fake-News diverser, staatsmännischer Schaumschläger etwas Wahrhaftiges entgegenhalten zu können. Wer ihm beim Zwitschern zuhören will: https://twitter.com/KdFSM_AT
  • Schwester Gaby kündigte das große und großartige Projekt unserer Diözese Niederösterreich/Wien an, im kommenden Jahr alles vorzubereiten, dass die Gemeinde in der kommenden Weinachtssaison zu wohltätigen Zwecken saftige Pasta und vollmundigen Grog auf einem Christkindlmarkt ausschenken will, um die Nudligkeit des Monsters zu preisen und den Duft von frisch gehackten Basilikum unters Volk zu bringen.
  • Die Gläuben kamen überein (zumindest die Ecke, in der ich saß), dass es in unserer Gemeinde einen Katechismus zur Seebestattug unserer Piratenschaft geben sollte, denn – und das ist leider wahr – wir werden alle nicht jünger, liebe Gläubige! Diese Liturgie wollen wir uns in den nächsten Monaten auf unseren monatlichen Treffen und hier am Blog erarbeiten.
  • Desbehufs wird es hier am Blog und auf unserer Homepage in der News-Abteilung in den kommenden Monaten immer wieder Aufrufe und Abstimmungen geben, und wir hoffen sehr, liebe Pastafri, ehrwürdige und tapfere Piraten, dass ihr auch zahlreich und begeistert an dem Diskurs teilnehmt.
  • Zum Schluss rief Vater Michael die Teilnehmer der Jahresversammlung und auch alle nichtteilnehmenden Gläubigen dazu auf, für das laufende Gerichtsverfahren von Bruder Wolfgang und seinem Nudelsieblichen Führerschein zu spenden, denn der arme Bruder hat gar viele hunderte Euros an Anwaltskosten über die Klinge springen lassen, um seinen Wahren Glauben ein Zeugnis zu erbringen. Jeder, der Bruder Wolfgang kennt, liebe Pastafari, wird zustimmen, wenn ich sage: Wolfgang ist ein gar liebenswertes Kerlchen und aufrecht glaubender Pirat und hat solche soziale Härte nicht verdient! Spendet auf das Pastafari-Konto, liebe Gläubige, und unser OM wird die Dublonen an Bruder Wolfgang weiterleiten!

3. Ausklang:

In fröhlicher Stimmung und mit gutem Essen und Bier im Bauch, beseelt von unserer Sendung, die uns Seine Liebevolle Nudligkeit darselbst auferlegt hat, sprachen wir noch über die vergangenen und zukünftigen Finanzen, bekannten, dass unser Verein komplett blank ist (und das ist gut so) und sich nicht einmal das Porto für die nächstjährigen Mitgliedsausweise samt Überraschung leisten kann, sofern nicht ein Wunder geschieht.

Aber Wunder, liebe tapferen Piraten, Wunder gibt es ja bekanntlich immer wieder.

Titelfoto: (c) Philip Sager, OM der Kirche des Fliegenden Spagehttimonsters, Österreich.