~ Stellinus‘ Gemeindebriefe ~ No.16 ~ Betreff: Gibt es den Teufel oder ein vergleichbares Wesen auch im Pastafarianismus?

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Absender: Bruder.Lancette@Pastafari-in-Bersenbrueck.de
Empfänger: FAQ-Stellinus<Arrgh>FAQ-FSM.de

Betreff: Gibt es den Teufel oder ein vergleichbares Wesen auch im Pastafarianismus?

Arrgh lieber Filibuster ausm Pott!

In den letzten Wochen sind uns in der Presse mehrfach Berichte Über die katholische Kirche aufgefallen, in der diese das Wirken des „Teufels“ in der Kirche, der Presse und der Gesellschaft beklagt.

Nun haben wir selbst das Evangelium des Fliegenden Spaghettimonsters studiert, aber keine Hinweise zu einem Teufel gefunden. Wie ist denn das nun bei uns?

RAmen, Mast- und Schotbruch,
Eurer Bruder Lancette

Antwort von FAQ-Stellinus<Arrgh>FAQ-FSM.de

Hallo liebe Pastafari in Bersenbrück!

Auch wir haben in unserer heiligen Schrift keine entsprechenden Aussagen gefunden. Daher unsere übliche Vorgehensweise: Informieren, Nachdenken, Schlussfolgern.

Wir beginnen wie so oft mit der Wikipedia:

„Im Christentum ist der Teufel der Inbegriff des Bösen. Er wird auch (abweichend von der alttestamentlichen Bedeutung dieser Namen) Satan oder Luzifer genannt. Der Teufel wird dabei als ein gefallener Engel angesehen, der gegen Gott rebellierte.

Die christliche Tradition bezieht auch die Schlange in der Schöpfungsgeschichte oft auf den Teufel. Diese Gleichsetzung findet sich schon in der Offenbarung des Johannes. In der Tradition wird der Teufel als Urheber der Lügen und des Bösen in der Welt angesehen. Die Offenbarung nennt ihn den „großen Drachen, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt“ (Offenbarung 12,9 EU). Der Epheserbrief bezeichnet sein Wirken „Herrschaft jenes Geistes, der im Bereich der Lüfte regiert und jetzt noch in den Ungehorsamen wirksam ist“.“

Im Katechismus der Katholischen Kirche heißt es über den Satan (391–394):

„Die Schrift bezeugt den unheilvollen Einfluß dessen, den Jesus den ,Mörder von Anfang an‘ nennt (Joh 8,44) und der sogar versucht hat, Jesus von seiner vom Vater erhaltenen Sendung abzubringen [Vgl. Mt 4,1–11.]. ‚Der Sohn Gottes aber ist erschienen, um die Werke des Teufels zu zerstören‘ (1 Joh 3,8). Das verhängnisvollste dieser Werke war die lügnerische Verführung, die den Menschen dazu gebracht hat, Gott nicht zu gehorchen.

Die Macht Satans ist jedoch nicht unendlich. Er ist bloß ein Geschöpf; zwar mächtig, weil er reiner Geist ist, aber doch nur ein Geschöpf: er kann den Aufbau des Reiches Gottes nicht verhindern. Satan ist auf der Welt aus Haß gegen Gott und gegen dessen in Jesus Christus grundgelegtes Reich tätig. Sein Tun bringt schlimme geistige und mittelbar selbst physische Schäden über jeden Menschen und jede Gesellschaft.“‚

Da der „Gott der Christen“ ja als allmächtig, allwissend und gütig beschrieben wird, muss diesem bei der Schöpfung der Engel (Wo wurde das in der Schöpfungsgeschichte eigentlich beschrieben? Gar nicht?) schon klar gewesen sein, dass einer seiner Engel zum Gegenspieler „Teufel“ werden wird. In seiner Allwissenheit muss er dann auch gewusst haben, dass dieser gefallene Engel dann die ersten Menschen im Paradies „verführen“ wird. Also war die Erbsünde eine absichtliche Qual für die Menschen?! Also ist der Gott der Christen auch für die „Erbsünde“ verantwortlich!

An dieser Stelle möchte ich dieses christliche Geschwurbel verlassen und zum Pastafarianismus kommen:

Unser Spaghettimonster ist natürlich ebenfalls allmächtig und allwissend, aber manchmal auch schusselig oder betrunken. Als allmächtiges Monster kann es natürlich jede seine Schöpfungen mit einem Teufel als eigenem Gegenspieler erschaffen, da es aber allmächtig ist, kann es einen Teufel auch jederzeit wieder „entschöpfen“. Da wir als Nachfahren der Piraten sein ausgewähltes Volk sind, hat unser Monster keinen Anlass uns mit Teufeln zu quälen oder „verführen“ zu lassen. Das Fliegende Spaghettimonster kann aber auch eine Schöpfung (ein Universum) erschaffen, in dem als Rechtfertigung für das Unglück und die Krankheiten…. kein Teufel, sondern nur die Evolution oder die Naturgesetze notwendig sind.

In unserem Evangelium des Propheten Bobby wird daher auch kein Teufel erwähnt, weil unser liebes Monster keinen erschaffen hat. (Für die gläubigen Christen unter den Lesern: „Der christliche Gott ist im Gegensatz zum FSM so schwach, dass er seine Schöpfung mit Teufel erschaffen musste bzw. diesen nicht einfach zerstören kann – er ist also nicht allmächtig!“)

Lobet unser allmächtiges Fliegendes Spaghettimonster ob seiner Weisheit und Kraft!
RAmen

Euer Bruder S.

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Bonafide
Bonafide
1 Monat zuvor

Hamma, wie gut.🥳
„Also war die Erbsünde eine absichtliche Qual für die Menschen?!“
Nicht nur absolut richtig …
sondern zeigt wie wenig, wir Dinge hinterfragen.

#RussellsTeekanne

Yo-ho-ho und nudelige Grüße.

RAmen

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