Eine Lösung für das bevorstehende Dilemma vom Freitag, den 13. Dezember 2019?

 

Geschwister im Monster, schon wieder hat das FSM, es sei dafür gepriesen, meine Maus beim Googeln sanft geführt. Eigentlich war ich nur auf der Suche nach religiösen Pastavarianten. Bei der Eingabe der Kurzbezeichnung der, entsprechend gängiger Lehrmeinung nach einer magischen, nur den Gemeinschaftsanhängern wahrnehmbaren, Wandlung für Vegetatier ungeeigneten, manchen Gemeinschaften von Monotheisten deshalb sogar als haram oder treife verbotenen, flach tablettenförmigen Schluckteigware einer auf Rom ausgerichteten religiösen Sondergemeinschaft nach dem Schisma unserer Kirche des FSM in der ersten Hälfte des 4. Jh. nach der Zw. (exakter: 50 Mio. Jahre, 6 Wochen, 3 Tage nach Erschaffung der Erde durch das FSM, es sei dafür  gepriesen) stieß ich auf einen seltsamen Eintrag.

Philatelistische Erinnerung an das Gemetzel (312-2012)

-Exkurs: In der ersten Hälfte des 4. Jhs. hatten militaristische Anhänger eines unserer Propheten seine Symbole auf ihre Schilde gemalt, was ihrem obersten Kriegsherrn so gefiel, dass er ihre Gemeinschaft als Kirche zuließ und förderte. Lange beherrschte sie die alte Welt, bald nach der Landung eines irrfahrenden Genuesen in einer späteren Keimzelle von Bukaniern und Flibustiers anscheinend auch die neue. *) Ein Merkmal unserer Kirche ist es hingegen, dass man Bilder des FSM nie auch nur in der Nähe von Kriegsgerät findet und sie nie Herrschaftsansprüche stellte. Auch andere Symbole, wie der Jolly Roger sind als „memento mori“ also als Hinweis  auf einen dezenten Abgang über die Planke nach einem beuteerfüllten Piratenleben zu sehen. –

Howard Pyle, Book of Pirates, Teilen der Beute

Diese Abweichler von der reinen Lehre des Monsters verschlucken ihre Scheibenpasta nur selten freitags, meisten sonntags oder an einem ihrer zahlreichen Feiertage. Einer dieser Feiertage, der der Märtyrerin Lucia, deren Piratisierung durch Herausreissen gleich beider Augen von der Mutter eines unserer Propheten durch spontanen optischen Ersatz verhindert wurde,  gewidmet, fällt vier Tage vor die Saturnalien, exakt auf den 13. Dezember und dieser heuer auf einen Freitag. Der Schaden durch den unbedachten Augenersatz ist unermesslich, stellt Euch nur die vertane Spitzenkarriere als  Piratin mit gleich zwei Augenklappen vor.

Das wäre nicht so schlimm, wenn die Gemeinschaft  an diesem Tag nicht nur für ihre Anhänger den Verzehr von Brot und Pasta untersagen würde. Da das im Kernland der Pasta passiert, sind dort auch die dem wahren Glauben an das Monster treu Gebliebenen betroffen. Als wissenschaftlich Orientierter bemühte ich die Googleuniversität und wurde fündig. Besagte Lucia war nach Einnahme einer Hostie, also einer Weizenbackware verstorben, nachdem sie alle anderen Martern überstanden hatte. Das ist sicher keine Einladung zum Konsum dieser flachrunden Pastaform, belegt aber das neurologische Problem hinter dem Pastaverbot. Da das Monster sich schon in Toastbrot offenbarte, ist es sicher kein Sakrileg, in Ländern in denen wir noch von den hostienverzehrenden Abweichlern verfolgt werden, uns freitags unauffällig mit Spezialtoast oder Pastatabletten mit dezent eingeprägtem Monster rituell zu ernähren. Das Monster läßt in seiner Großzügigkeit auch Blini oder Tarhonya als Pasta durchgehen, weshalb ich keine Probleme von seiner Seite sehe. Gerade rituelle Nahrung birgt  enormes Konfliktpotential und das Kernland der Pasta befindet sich permanent am Rande eines Nudelkrieges. Zur Deeskalation zieh ich für das pastafarische Nudelmahl die usuelle Gabelwickeltechnik der in der Heimat der deutschen Kanzlerin praktizierten, beinahe artistischen Schwertschluckervariante vor.

*) Selbst theologische Blitzgneisser müssen hier überzuckern, dass das Monster ständig seine Tentakel einsetzte und so ohne Piraten überhaupt nur zu erwähnen, ganz friedlich deren erste demokratischen Hoheitsgebiete  entstanden.

Ramen!

Euer Hugo