~ Stellinus‘ Gemeindebriefe ~ No.30 ~ Wird in der christlichen Bibel das FSM erwähnt?

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Absender: Schwester.Lasagnette@Pastafarigemeinde-Kufstein.at
Empfänger: FAQ-Stellinus<Arrgh>FAQ-FSM.de

Betreff: Wird in der christlichen Bibel das FSM erwähnt?

Arrgh und gegrüßet im Namen unseres Nudeligen Monsters seist Du!

Wir haben lange diskutiert über die Beziehungen unseres Fliegenden Spaghettimonsters zu den Göttern der diversen Religionen. Leider haben wir nicht viele Hinweise gefunden.

Würdet ihr uns bitte erleuchten?

Gelobt seien seine Nudeligen Anhängsel! Seine Hackbällchen seien mit Euch!

Eure Schwester Lasagnette

Antwort von FAQ@FSM-FAQ.de

Hallo liebe Schwester Lasagnette!

Auch wir haben in dem Evangelium unseres Propheten Bobby keine entsprechenden Aussagen gefunden.

Wir beginnen wie so oft mit der Suche im Heiligen WWW. Der Bibelserver (LU 1912) führt uns nach einigen ergebnislosen Suchen zu einem Psalm.

Psalm 82:
„1 Ein Psalm Asafs. Gott steht auf in der Gottesversammlung, inmitten der Götter hält er Gericht.

6 Ich habe gesagt: Ihr seid Götter, ihr alle seid Söhne des Höchsten.“

Die Religionswissenschaft wertet diese Sätze als Aussagen über den christlichen/jüdischen Gott Jahwe als Anerkennung eines ganzen Pantheons von jüdischen und damit auch christlichen Göttern im 9. Jahrhundert v.u.Z. Zu diesem Pantheon gehörten auch die Götter El, Baal und Aschera.

Man denke an dieser Stelle auch an das erste christliche Gebot:

„Du sollst keine fremden Götter neben mir haben“

Erst mit dem Psalm 82 ergibt diese Aussage einen nachvollziehbaren Sinn, also einen Sinn, ohne auf christliches Geschwurbel zurückgreifen zu müssen.

Erst in den folgenden Jahrhunderten nach Moses (im 6. Jahrhunder vuZ; falls es diesen „Moses“ als Person denn überhaupt gab) setzte sich im Judentum und dann endgültig Christentum der heutige Monotheismus durch.

Für unsere Analyse ist hingegen der Satz Nummer 6 entscheidend:
Ich interpretiere den Teil „seid Söhne des Höchsten“ in drei unterschiedliche Aussagen:

  1. „Der Höchste“ lässt sich als der Wichtigste, der Mächtigste, der Bestimmer … auffassen.
  2. „Der Höchste“ weist aber auch auf Höhe hin. Ein „Höchster“ der über allen Götter schwebt oder fliegt.
  3. Hier wird nicht von einem „höchsten Gott“ oder „höchsten unter den Göttern“ gesprochen!

Und hier kommen wir nun zu unserer Schlussfolgerung aus den drei Aussagen:

Der Wichtigste (Aussage 1) fliegt über den Göttern (Aussage 2) und ist kein Gott (Aussage 3). Hiermit haben wir genau unser Fliegendes Spaghettimonster beschrieben.

Der fehlende Hinweis auf das Aussehen unseres Monsters, ähnlich dem einer Spaghettimahlzeit, ist hier nicht relevant, da in diesem Psalm, wie in der gesamten Bibel, keine Beschreibung von Jahwe und den anderen Göttern erfolgt.

Wir haben also mit Psalm 82 nicht nur den Beweis, dass sich das Christentum nicht als monotheistisch erfundene Religion darstellen darf, sondern sich über Jahrhunderte aus einer polytheistischen Religion entwickelt hat. Ebenso beweist dieser Psalm, dass sich das erfundene Christentum mit ihrem Jahwe unterbewusst immer noch unserem lieben Fliegenden Spaghettimonster unterordnet.

Liebe Kufsteiner Pastafari, wir haben hier eine kurze Analyse für das Christentum und Judentum (der Islam steht als abrahamitische Religion ebenfalls in dieser Reihe) erstellt. Um weitere Religionen an dieser Stelle zu untersuchen ist leider hier kein Raum, aber ihr könnt gern die vorgestellte Vorgehensweise auf diese anwenden.

Mit äußerst Nudeligen Grüßen und einem kräftigen Arrgh

RAmen

Euer Bruder Stellinus

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