Hoffentlich ist das sein letzter Blogbeitrag
Euer Hugo

Arrrh…, nach langwieriger Erforschung meines Gewissens -das ist gar nicht so einfach zu finden, wenn man es tatsächlich einmal braucht- und Schwester Gabys Zuspruch hab ich mich doch entschlossen, die Ordination durch Khurt Khave anzunehmen. Wir konnten uns sogar auf ein Datum einigen, das Cthulhus Weiterschlaf garantiert, den 30. Februar 2020. Dass der gelegentlich durch erotische Abenteuer unterbrochen wird, liegt nicht in meiner Verantwortung, sondern in der Jane Austens.  Ihm Dyophysitismus zu unterstellen, wie es im „Fluch der Karibik 5“ geschah ist eine geschmackliche Entgleisung und realitätsfern. Satire sieht für mich anders aus.


Damit ist die Ordinationstrinität erreicht und ich bin für keine weitere Religion mehr zu haben, schon gar nicht für Scientology. L. Ron Hubbard hätte mit seinem mickrigen Kapitänspatent nach seiner Ablehnung durch die Navy sowieso keine Chance zum Piratenkapitän. Die Gelegenheit, seine mangelnde Sehkraft mit Augenklappen zu demonstrieren, nahm er stupiderweise nicht wahr und vermurkste neben einer piratischen Karriere auch die eines spitzenpositionierten Pastafari in der egalitären, hierarchiefreien Kirche des FSM, es sei dafür gepriesen. Merke: Echte Piraterie ist nicht durch Schauspiel zu ersetzen, auch wenn das Scientologen so glauben. Die verfügten auch über die unverzeihliche Dreistigkeit, den Namen unseres höchsten, geliebten FSM als Titel für besonders fiese Sekten-Missionare zu mißbrauchen. Ich wünsch ihnen Schot- und Mastbruch dafür.

Das wusste schon Kapitän Mosey, der Hubbard nach einem Seitensprung ins Gebirge von den Planken, die die Piratenwelt bedeuten,  völlig ignorierte. Bei der Inszenierung meines Beweisphotos begriff ich endlich Moseys Missgeschick mit den zwei verlorenen „Am liebsten wäre mirs“. Er musste gleich zehn Steintafeln von einem Berg herunterschleppen. Ich hatte schon Mühe, zwei Tafeln auf sicherem Schiffsboden zu balancieren. Die Simulation heftigen Seegangs in meinem Monsterwinkel war mir durch einen gewaltigen Schluck aus der Rumbuddel gut gelungen, beim Klabautermann, die gerechte Verteilung diverser religiöser Insignien an meinem Körper hoffentlich auch. Auf die monströse Agraffe am Elbsegler bin ich besonders stolz, das Monster und Bobby Hendersons Shop seien dafür gepriesen. Die Patina des Bademantels ist dudekonform. Im Stillen denk ich, dass alle drei Gottheiten nur unterschiedliche Erscheinungsformen des  Monsters besonders im Fasching sind. Ich werd mich nächste Woche zur Basler Fasnacht dazu auf die Lauer legen. Die wird ja noch gefeiert, wenn sich Katholiken hierzulande schon Asche  auf’s Haupt gestreut haben und sie wird liebevoll als Frau behandelt.

 

R’amen!

Euer Helmut Windl

Abb. : zwei Buchtitel und der Autor

 

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