EU-Skandal: Put the FSM back in x-FSMas!

In die Debatte über ein internes Dokument der EU-Kommission mit Formulierungshinweisen zum bevorstehenden x-FSMasfest hat sich der Oberste PiRat der KdFSMÖ und sogar der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Pizzi eingeschaltet.
(religion.orf.at)

RAmen, Meute!
Pfeifen und Lunten aus, es folgt eine wichtige Ansprache!

Den Monat Dezember bezeichnen wir Pastafari seit eh und jeh als Fröhliche Nudelzeit (in Deutschland fälschlicherweise als Pastat bezeichnet). Wir gedenken einer Zeit voller Licht und freuen uns auf dessen Wiederkehr. Vor allem aber freuen wir uns auf das Hochfest Bier- und WeinAchten (engl. x-FSMas). Aus Nudeln, bunten Fetzen, Glitzerstreifen oder ähnlichem bauen wir einen Lichterhalter. Der hat je nach der Zahl der Dezemberfreitage vor Bier- und WeinAchten 3 oder 4 Kerzen. Jeder Pastafari stellt sich so einen Lichterkranz ab Dezember auf den Tisch oder in die Kajüte, zündet am 1. Freitag im Dezember den Kranz und das 1. Licht an und hat so einen Zeitmesser, wie lange er noch auf den Lichterpiraten warten muss. Der Lichterpirat kommt zu Bier- und WeinAchten, dem Fest zu Ehren der letzten Winterausfahrt und der Wintersonnenwende. Der*Die Lichterpirat*in kommt mit seiner*ihren großen Schatztruhe, gelegentlich auch mit einem großen Sack, voll mit der Prise und mit einem WeinAchtsgenderstern.

Wie wir alle wissen, führen fundamentalistische Christ*innen einen Krieg gegen x-FSMas! Sie geben vor, dass jenes Fest eigentlich x-Mas genannt wird und unterdrücken unser Nudeliges Monster. So müssen wir Pirat*innen im Dezember in die Welt hinaus gehen und verlangen:

Put the FSM back in x-FSMas!

Doch damit nicht genug, Mateys! Auch die Europäische Union, ein Verein von atheistischen Bürokraten, beginnt nun, in den Krieg gegen x-FSMas einzutreten. Laut dem Obersten PiRaten sei es „ein falscher Weg, im Kampf gegen Diskriminierung Ausdrücke wie „Bier- und Weinachten“ und „Lichterpirat“ zu meiden.“ Die Tendenz geht leider dahin, alles zu vereinheitlichen und nicht einmal die berechtigten Unterschiede zu respektieren. Doch wir Pirat*innen fordern: Unterschiede im religiösen Glauben dürften nicht zu einer Quelle von Diskriminierung werden, sondern sie müssen in die heutige Gesellschaft integriert werden. Auch dürfen wir Europas humanistische Wurzeln nicht vergessen. Die Leugnung des Unterschieds und unserer Wurzeln käme letztlich einer Zerstörung Europas gleich.

Doch unser Prrrotest war erfolgreich: Dieses EU-Kommunikationshandbuch war am Dienstag zurückgezogen worden. Die EU-Gleichstellungskommissarin Helena Dalli kündigte an, die vorliegende Fassung solle überarbeitet werden. In dem internen Dokument, das vor wenigen Tagen öffentlich geworden war, wurden die Mitarbeiter der EU-Kommission demnach aufgerufen, nicht davon auszugehen, dass jeder und jede Pirat oder Piratin sei und pastafarianische Feste entsprechend feiere. Daher animierte das Handbuch dazu, nicht von der Bier- und Weinachtszeit zu sprechen und das Heilige Piratentum zu verschweigen.

Nun kniet nieder und danket unserem Gottesmonster!

RAmen.

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