Sterbehilfe: Positionen der Religionen

Religionsvertreterinnen und -vertreter sind seit Montag Teil eines Gremiums, das über Sterbehilfe berät. Ihre Positionen sind ähnlich, wenn auch mit unterschiedlichen Prämissen. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hatte das bisherige Verbot der passiven Sterbehilfe aufgehoben.
(religion.orf.at)

Auch beim Thema Sterben sieht man bei fremden Religionen das Bestreben, über andere Menschen bestimmen zu wollen, statt ihre Wünsche zu respektieren und ihnen in schweren Zeiten zu helfen. Der Pastafarianismus ist anders. Er leitet die Menschen zum Guten, wenn sie das wollen. Leider hat der ORF die modernste tranditionelle Religion in seinem kleinen Bericht vergessen. Hier die fehlende Information:

Pastafarianisch: Freie Fahrt zum Biervulkan nach humanistischen Maßstäben

Das Monster trauert um alle, die sich abwenden, würde aber nie auf Zwang zurück greifen. Wenn ein Mensch für sich selbst bestimmt, mit klarem Kopf und schwerem Herzen, dass es an der Zeit ist zu den Gefilden des Biervulkans aufzubrechen, wer soll sich ihm da mit welchem moralischen Recht entgegen stellen? Und wenn eine Person nicht mehr in der Lage ist, den Weg alleine zu gehen, sollen wir sie dann für ihre körperliche Einschränkung auch noch bestrafen, indem wir nicht helfen? Von anderen über die Planke geschickt zu werden ist ein Verbrechen, selbst über die Planke gehen zu wollen ein Menschenrecht und dabei zu helfen eine schwere Herzenspflicht.

Doch müssen wir die richtigen Worte wählen. Mord steht allgemein für ein vorsätzliches Tötungsdelikt, dem gesellschaftlich ein besonderer Unwert zugeschrieben wird. Der Begriff „Selbstmord“ ist daher schon abwertend verwendet.

Können wir aus unserem Evangelium den Willen unseres Monsters ableiten?
Im ALWM VIII steht geschrieben:

Am liebsten wäre mir, wenn ihr anderen nicht antätet, was sie auch euch nicht antun sollen, …

Diesen Satz können wir auch in diesem Zusammenhang gut interpretieren, denn, falls wir andere vom wohl überlegten und begründeten Freitod abhalten, dürften wir auch nicht verhindern, wenn uns andere Menschen dann von unserem eigenen Freitod abhalten möchten!

Im ALWM II steht geschrieben:

Am liebsten wäre mir, wenn ihr Meine Existenz nicht benutzt zur Unterdrückung, Unterwerfung, Bestrafung, Entleibung und/oder um zu anderen gemein zu sein. Ich brauche keine Opfer, und Reinheit ist etwas für Bier und Trinkwasser, nicht für Menschen.

Daraus ist zu schließen: Wir Pastafari müssen nicht durch verlängertes Leiden und Siechen unserem lieben Monster ein „Opfer“ bringen! Der Pastafarianismus ist also mit einem wohl begründeten, freiwilligen Freitod selbstverständlich zu vereinbaren. Wir sollten wirklich auch nur das Wort „Freitod“ benutzen und nicht auf die christliche Polemik hereinfallen.

RAmen.

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Bruder Mayo
Bruder Mayo
8 Tage zuvor

Wenn jemand aus freiem Willen und klarem Verstand das Leben beenden möchte, soll doch die Person es machen können. Es gibt doch keine Pflicht zu leben. Also sollte dazu doch keiner gezwungen werden.

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