Arrh…, die ostfriesischen Plattspreker haben in ihrer Döskoppigkeit doch glatt das wichtigste pastafarische Fest Mitteleuropas veräppelt und seine Bedeutung nicht behirnt. Wenn man einfach Pasta durch Weißwurst oder Eisbein mit Klößen, auf gut deutsch Stelze mit Knödeln, ersetzt, wird das klar. Fleischpflanzerl sind nur an den Gewürzen von Fleischbällchen oder Köfte zu unterscheiden. Das ergänzende verschnörkelte Teigwarenangebot in Form von Brezeln untermauert das Pastafarische. Für Russland gelten auch die Buchweizenblini als Pasta, für Schwaben die Spätzle, für Baden Knöpfli (für diesen wertvollen Hinweis, der mir unflätige Kommentare aus Baden und Schwaben erspart, bin ich dem unermüdlichen Fusilliforscher, Vater Michael zu untertänigstem Dank verpflichtet.) und für Ungarn Tarhonya. Von Reisnudeln ist es nicht weit zu Reis und damit auch das ostasiatische Pastaproblem gelöst. Wenn selbst Reis als Pasta anerkannt wird, seh ich für Knödel breite allgemeine Zustimmung. So nebenbei ist die Produktion essstäbchentauglicher Fleischbällchen überhaupt ein Klacks. Die beim Oktoberfest konsumierte Biermenge lässt auf eine Pipeline zum Biervulkan und damit auf eine besonders innige Beziehung zum Monster, es sei gepriesen, schließen.

Schwester Gabies neueste, bahnbrechende Forschungen zur evolutionären Bedeutung der Fusilli auch in der Fernkommunikation und zum gemeinsamen Feierfreitag mit dem Islam öffneten mir die Augen. Was das Friedensforschungstriummulierat, bestehend aus Bertha Sophia Felicita Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau, besser bekannt unter ihrem Pseudonym B. Oulot, Maria Salomea Skłodowska und Clara Immerwahr für das 20. Jahrhundert begründeten, setzen sie, Mikli und eine noch zu Findende im 21. Jahrhundert fort. Trotz ihres Handicaps der österreichischen Geburt bin ich optimitisch.
Dass das Drehen um die eigene Achse keine Einzelerscheinung ist, hat Schwester Gaby in ihrer herausragenden Monographie nicht nur für Bierflaschen, sondern auch für den gemeinen Europäer, Homo europäus, zweifelsfrei festgestellt. Erst kürzlich wies unabhängig davon eine muslimische Gruppe von Forschern auf die chronologische Abfolge und inhaltliche Parallelen von Opfer- und Oktoberfest hin und damit erneut auf die im Islam stark verbreitete Autorotation von Einzelindividuen bis zu beinahe unüberschaubaren Massen auch außerhalb Europas.

Eine Unfallwarnung vom Opferfest beweist die wichtige Unterscheidung von Rechts- und Linksdrehung, die nur bei Milchsäure vernachlässigbar ist.

In Beantwortung von Schwester Gabies Frage nach unseren persönlichen fusillierzeugenden Drehungen an hohen Festtagen muss ich zugeben, dass ich die Rotationen Fahrgeschäften überlasse und auch die meiner Ruhestätte nach dem Biergenuss zu vermeiden suche.

Große Sorge bereitet mir die Absicht des einzigen hohen Würdenträgers in unserer sonst egalitären Gemeinschaft Prof. Dr. Dr. hc. mult. OASR Hochwürden MJ, gleich zwei Tage an diesem Fest teilzunehmen und das weder in Lederhose noch Dirndl, wenn er doch wenigstens zum Zeichen seines Integrationswillens ein Burkdl anlegen würde. Ob es sich um eine Pilgerreise handelt oder um missionsbegleitete ethnographische Forschung sagte er nicht. Noch dazu verbrachte der arme Teufel viele Lebensjahre in Freiburg, einer schon durch den alemannischen Dialekt besonders hervorstechenden südpreussischen Stadt, der auch seiner ursprünglichen Waldviertler Mundart eine unverwechselbar preussische Note gibt. Mit Schrecken denk ich an die Erfahrung mit einem Niederbayrischen Kollegen, als ich ihn versehentlich als Südpreussen bezeichnete. In nie geahnter Geschwindigkeit verfärbte sich sein Gesicht erst dunkelrot und dann tiefdunkelblau, was ich niemals für möglich gehalten hätte. Alkohol war daran nur marginal beteiligt. Meiner damaligen Holzbeinlosigkeit und daher noch intakten Laufwarzen verdanke ich mein Überleben.

Retten kann unseren Primus inter Pares nur seine sprichwörtliche piratische Gutmütigkeit und sicherheitshalber ein rumbefüllter Flachmann, Arrh… Ich erhoffe mir bahnbrechende Forschungsergebnisse inklusive Bilder von der Sichtung des fusillifrisierten Monsters nach der fünften Maß. Besonders interessiert mich und sicher auch Schwester Gaby, welche Seite des verehrungswürdigen Monsters den glattnudeligen Amis zugewandt und ob sie von der asiatischen und russischen Glattnudeligkeit unterscheidbar ist.

Ramen!
Euer
Hugo

Abbildungen:

Noordlander

Noktara