Uns Pastafari wird oft vorgeworfen, nur einer Satirereligion anzuhängen. Nun, unsere Religion ist eine Satirereligion, aber nichtsdestotroz sind wir eine echte Religion mit Göttern, Riten, Traditionen und mit Geboten.

Es gab auch schon viele Satirereligionen vor uns. Der katholische Apologet, Psychiater, Autor und Witzbold Manfred Lütz z. B. schrieb in seinem Buch BLUFF! Die Fälschung der Welt:

Das Volk der Bibel lebte damals in einer Umwelt, in der die Menschen Angst hatten vor den Gestirnen, die sie für Götter hielten, Angst vor Naturgewalten, in denen sie die Kraft ungebändigter Dämonen am Werk sahen, Angst vor eigentlich allem, was sie umgab. Die Geschichte dagegen, die die biblischen Menschen in ihrem heiligen Buch lasen, war eine Geschichte der Befreiung. Der Gott, an den sie glaubten und der für sie sorgte, war ein einziger Gott, und dieser Gott hatte die ganze Welt geschaffen. Vor nichts brauchten sie mehr Angst zu haben, denn alles war Geschöpf, und die Sterne, an die die abergläubischen Nachbarvölker angstvoll glaubten, die Sterne hatte Gott, hatte Jahwe, „wie Funzeln“, so heißt es im hebräischen Text, „an den Himmel gehängt“. Schöner und humorvoller konnte wohl kaum ein Text eine Befreiung klarmachen.

Er zeigte auf, wie das Alte Testament, also die Grundlage der abrahamitischen Religionen, die aus seiner Sicht abergläubische Religion der Babylonier presifliert.

Ich werde in den nächsten Wochen eine Serie über sog. Satirereligionen schreiben. Man kann eine Befreiung wohl nicht schöner und humorvoller und klarer machen;)

Ramen.

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Titelbild: (c) Von Conquistador, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36974068